TrendwissenTipps & Tricks für den Verkauf auf Marktplätzen

»Digital Rockstar« Michael Atug erklärt, warum PoS-Händler in der aktuellen Zeit auf Marktplätzen verkaufen sollten

Relevanz von Marktplätzen im Onlinehandel nimmt zu

Der Einzelhandel läuft auf der letzten Felge. Einzig den Online-Pure-Playern wie Amazon und Co. kann COVID-19 scheinbar nichts anhaben. Warum also nicht die vorhandenen Ressourcen anzapfen und der Krise trotzen?

Ich werde zurzeit oft gefragt, ob es sinnvoll wäre, auf Marktplätzen zu verkaufen? Wenn nicht jetzt, wann dann? Selbst die großen Brands und Big-Player mit riesigen Flagship-Stores nutzen Marktplätze als zusätzlichen Absatzkanal. Gerade Einzelhändler ohne eigenen Shop sollten jetzt zumindest temporär über die Relevanz von Marktplätzen nachdenken. Denn dort kann man relativ einfach erste Erfahrungen sammeln. Workflows können so aufgebaut und Prozess-, Transport- und Lagerkosten relativ einfach und vor allem schmerzfrei optimiert werden. Und das Online-Marketing ist auch schon inklusive. Nirgendwo sonst kann man aktuell Millionen potenzieller (Neu-)Kunden erreichen und targeten.

Amazon ist nicht die Antwort, sondern die Frage – Die Antwort lautet »ja«

Natürlich ist Amazon der mit Abstand wichtigste Marktplatz. An Amazon führt kein Weg vorbei. Da, wo der Kunde ist, will ich sein, beziehungsweise muss ich hin. Und trotzdem warne ich davor, Plattformen wie eBay oder Rakuten zu unterschätzen. Denn wer ausschließlich über Amazon verkauft, nimmt eine Abhängigkeitsbeziehung leichtfertig in Kauf. Long story short: Ohne Multi- oder Omnichannel-Konzept wird es sehr schwierig. Eigentlich schon vor Corona. Das predige ich seit Jahren. Doch jetzt erst recht!

Zudem sind die meisten Online-Marktplätze ebenso in Richtung Cross-Border-Commerce sehr gut aufgestellt. Da ist die internationale Klientel mit dem eigenen Shop doch etwas schwieriger zu erreichen. Ganz nebenbei erlauben Marktplätze Onlineshoppern die Navigation innerhalb der eigenen Komfortzone. Sie kennen den Shop, die Umgebung… sie vertrauen dem ihnen bekannten »Look and Feel«.

»Speziell bei großen Anschaffungen wünschen sich Kunden Flexibilität und finanziellen Spielraum«
Das Zahlungsangebot entscheidet darüber, ob der Kunde den Kauf abschließt oder nicht.

Payment beeinflusst die Kaufentscheidung

Wichtig beim Kauf ist der Checkout-Prozess. Das »wie« macht hier den Unterschied für die Kunden. Der Checkout ist DER Königsmacher im E-Commerce – wie unter anderem die TeamBank-Studie Einkaufswelten 2017 beweist. Der Kunde soll so bezahlen können, wie er es will. Also am Kunden orientieren und die Payment-Strategie an dessen Akzeptanz in selbige ausrichten.

Heutzutage können besonders originelle und innovative Checkout-Prozesse ein effektiver KPI für Händler sein. Tatsächlich haben aktuell viele Kauflustige flexible Finanzierungsangebote auf dem Zettel. Das ist so ein Gesellschaftsding. Sehen und sofort haben wollen. Und das ist auch okay. So lange eine Ratenkauf-Lösung faire und transparente Konditionen verspricht.

Jetzt ist das mit dem exklusiven und kundenorientierten Payment-Service auf Marktplätzen aber so eine Sache. Amazon zum Beispiel diktiert seinen Händlern das Kassen-Konzept.

Meine Tipps für Sie:

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Ihre Produkte müssen gefunden werden. Der Titel ist sehr wichtig. Er sollte unbedingt keywordoptimiert sein. Die Basics stehen im Fokus.

Logistik und Retourenmanagement

Bieten Sie, wenn möglich, kostenfreie Lieferungen an. Darauf stehen Kunden. Genauso auf nachhaltige Logistik-Konzepte: Seien Sie kein #retourensohn.

Content Marketing

Einfach ist besser. Inhaltsgetriebene Inhalte und keine repetitiven Werbebotschaften. Relevanter Content sollte kundenfreundlich »übersetzt« werden.

Trust und Transparenz

Rezensionen beeinflussen das Kaufverhalten. Geben Sie Ihren Kunden die Chance, Prozesse und Waren zu bewerten. Das schafft Transparenz und Vertrauen.
Michael Atug
Ein Pionier und fester Bestandteil der deutschen E-Commerce-Szene. Angefangen mit Maschinen und Werkzeugen, zeigt er der Branche seit 2001, wie man Produkte online vertreibt – im eigenen Shop und auf Marktplätzen. Bei beidem kennt er sich also aus. Micha Atug weiß, was er tut und noch besser: Er weiß genau, was Onlinehändler tun sollten, wenn sie erfolgreich sein wollen. Über 11.000 Händler in seinem Facebook-Netzwerk “Multichannel Rockstars” vertrauen auf seine Meinung.
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