TrendwissenLockdown-Frust: Alternative Services für Ihre Kunden

2020 war ein herausforderndes Jahr – und das neue macht gleich da weiter wo das alte aufgehört hat. Was also tun? Die Antwort ist so naheliegend wie selbstverständlich: Kreative Services und alternative Lösungen.

Auswirkungen des Coronavirus’ auf den Einzelhandel

Das vergangene Jahr war ungewöhnlich für die Stimmung, vor allem für den Umsatz. Vielen Unternehmen – besonders aus dem Einzelhandel – stehen vor großen wirtschaftlichen Problemen. Produktion, Dienstleistungen und Mobilität sind (im besten Fall) stark eingeschränkt oder gar ganz eingefroren. Dem statistischen Bundesamtes zufolge ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 um 5 Prozent zurückgegangen. Den sogenannten Wirtschaftsweisen nach könnten 2021 allerdings Aufholeffekte und ein statistischer Überhang das BIP wieder um 3,7 Prozent wachsen lassen.

Die Corona-Krise hält an und verändert weiterhin das Shoppingverhalten.

COVID-19 verändert Konsum- und Einkaufsverhalten

Im Einzelhandel nahmen und nehmen die Entwicklungen eine ganz besondere Dynamik. Lock- und/oder Shutdowns werden die Branche noch stärker spalten – und zwar in Vorreiter und Abgehängte. Auch weil sich das Kaufverhalten während der Pandemie grundlegend verändert und sukzessive in Richtung E-Commerce verschoben hat. Händler, die bereits frühzeitig entsprechende Grundlagen geschaffen haben, sind in der Krise klar im Vorteil. Viele Unternehmer mit nativer PoS-DNA fürchten, dass ihnen die Kunden dauerhaft fernbleiben. Was also tun? Schwierige (Ausnahme-)Situationen erfordern gute Ideen.

Kreative Services und innovative Lösungen

Um den Wettbewerbsnachteil so gut es geht auszugleichen, brauchen die traditionellen Instore-Händler einen Digitalisierungsschub. Digitale Services und Kanäle bieten nämlich eine Vielzahl an interessanten Möglichkeiten, um Kunden trotz der Geschäftsschließungen direkt zu erreichen. So werden beispielsweise soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram oder WhatsApp mehr und mehr zu Shopping-Plattformen ausgebaut. Hier lassen sich die Produkte vertreiben, die sich wegen des Lockdowns stationär aktuell nicht verkaufen lassen. Neben Produkten werden über Social Media mittlerweile aber schon komplette Verkaufsevents inklusive Beratung live gestreamt. So benötigen Händler keine besondere Plattform mehr, sondern nutzen einfach ihre Social Media-Kanäle. Allein der Mut dazu fehlt vielen. Doch hier zeigt die Digitalisierung, welcher Händler offen für Neues ist. Via »Augmented Reality« (AR) wird zum Beispiel der neue Sessel in das reale Wohnzimmer projiziert oder auch virtuelle Kosmetik ausprobiert. Über besondere Apps lassen sich die Produkte via AR sehr realistisch online darstellen.

Notausgang E-Commerce

Das Shoppingverhalten wurde durch die Krise nachhaltig geprägt und verändert. Das belegt unter anderem die aktuelle IFH-Studie. Onlinekäufe nehmen zu. Einzelhändler ohne eigenen Webshop müssen sich spätestens jetzt Gedanken über die Relevanz von Marktplätzen machen. Denn den Online-Pure-Playern wie Amazon und Co. kann COVID-19 nichts anhaben. Warum also nicht die vorhandenen Ressourcen nutzen? Immerhin können so ohne größere Investitionen Workflow, Prozess-, Transport- und Lagerkosten nicht nur effektiv, sondern auch effizient optimiert werden. Zudem werden über Marktplätze oder Shopping-Plattformen viele Millionen potenzielle (Neu-)Kunden erreicht. Erfahren Sie hier Tipps dazu.

Wer gleich Nägel mit Köpfen machen will, baut – oder lässt bauen – seinen eigenen Webshop. Vielleicht auch zunächst mal nur als »Minimum Viable Product« (MVP). Das MVP-Prinzip definiert die Idee, einen Onlineshop nur mit den nötigsten Kernfunktionen auszustatten, um kurzfristig Märkte zu erschließen. Quasi die kleine Schwester des Onlineshops, kostengünstig auf die wichtigste Funktion reduziert: Den Verkauf.

Click&Collect im Lockdown
Click & Collect ist eine sehr beliebte Verkaufsstrategie im Lockdown.

Mehr Servicequalität durch »Click and Collect«

Einen Onlineshop setzt man nicht mal so einfach im Vorbeigehen auf. Da braucht es Planung, Zeit, Expertise … und eine stehende Logistik. Kurzfristige E-Commerce-Alternativen sind die sozialen Netzwerke, Live-Shopping oder lokale Showrooms. Nun ist es trotz Shutdown weiterhin erlaubt, Bestellungen mit funktionierendem Hygienekonzept auch vor Ort in Empfang zu nehmen – und das Click-and-Collect-Modell ist sehr beliebt: Online (oder per Telefon) bestellen (Click) und vor Ort die Ware selbständig abholen (Collect). Händler benötigen dafür also lediglich einen funktionierenden Kundenservice am Telefon und/oder Onlineshop, über den sich die Produkte für die Abholung bestellen lassen.

(Digitale) Showrooms ergänzen stationären Handel

Digitale Showrooms bieten Händlern eine zusätzliche Präsentationsform. Hier können Unternehmen Produkte in 3D, Augmented oder Virtual Reality ausstellen und bewerben. Auch der Zusammenschluss von mehreren lokalen Händlern, die dann gemeinsam aus einem Showroom heraus Live-Shopping-Events streamen, ergibt Sinn. Vergleichsweise überschaubare Kosten garantieren Unternehmen und Händlern auch im Coronamodus die dringend notwendige Sichtbarkeit beziehungsweise Präsenz. Und wenn’s am Ende bloß als digitale Werbefläche dient; jeder noch so kleine Schritt hin zur Digitalisierung sichert dann letztlich auch ein Stück weit die eigene Zukunft.

Lokale Verkaufplattformen und Portale für Liefer- oder Abholservices

Neben den bekannten bundesweiten und internationalen Verkaufsplattformen können Händler ihre Waren auch auf regionalen oder lokalen Internetplattformen einstellen und online anbieten. In vielen Städten, Stadtteilen oder Gemeinden schließen sich zudem Dienstleister, Unternehmen und Händler zusammen, um gemeinschaftlich Liefer- oder Abholservices anzubieten beziehungsweise darüber zu informieren. Natürlich können auch die klassischen Instrumente wie der E-Mail-Newsletter oder die telefonische Beratung Angebote, Aktionen und Services beim Kunden respektive potenziellen Interessenten platzieren. Die angebotenen Services sollten unbedingt aktiv an die Kunden kommuniziert werden. In diesen schwierigen Zeiten werden sie es Ihnen danken.

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