Bargeld adé? – Die Zukunft des mobilen Bezahlens

Zukunft des mobilen Bezahlens

Das Bargeld ist Deutschen heilig! In den letzten fünf Jahren gab es jedoch in Sachen alternativer Bezahlmethoden weltweit massive Entwicklungen. Trotzdem zahlen die Deutschen weiterhin vor allem Kleinbeträge am liebsten mit Geldscheinen und Münzen. So ist es immer noch völlig normal, dass Kioskbetreiber, Parkschein-Automaten oder Bäckereien bevorzugt Bargeld akzeptieren. Was in Deutschland scheinbar selbstverständlich ist, ist für andere Europäer undenkbar und hinterlässt bei vielen Touristen Fragezeichen. Im Einzelhandel bleiben die Deutschen am liebsten bei den Klassikern: Barzahlung, Girocard, Lastschrift oder Kreditkarte. Neue Bezahloptionen? Fehlanzeige. Woher kommt die Skepsis gegenüber neuen Payment-Technologien und braucht es Bargeld im Jahr 2020 überhaupt noch?

Laut einer aktuellen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V., gaben 48,2 Prozent der Befragten an, dass sie Mobile Payment nicht vertrauen, weil sie Sicherheitsbedenken haben. 52 Prozent schätzen ein, dass Mobile Payments die Kredit- oder EC-Karte nicht ablösen werden. Den Services fremder (in anderen Ländern etablierter) Anbieter stehen die Deutschen äußerst skeptisch gegenüber. Deutschland bevorzugt diese Mittel also noch immer. Aber was genau ist Mobile Payment überhaupt? Prinzipiell bedeutet es schlichtweg: Mit dem Smartphone bezahlen. Dies ist über verschiedene Services und Apps möglich.

In den jüngeren Generationen – besonders unter Millennials – ist die Skepsis zu Mobile Payment-Technologien nicht so hoch, wie im Rest der Bevölkerung. Sie sind mit digitalen Technologien großgeworden. Bei 14- bis 49-Jährigen sind Smartphones mit 95 Prozent Nutzeranteil (Statista 2018) sozusagen in jedermanns Hosentasche. Stand 2018 besitzen 57 Millionen Deutsche ein Smartphone. Für den Großteil der Bevölkerung (68 Prozent) sind sie nicht mehr wegzudenken.

Die technologische Grundlage für mobiles Bezahlen im stationären Handel ist die so genannte „Near Field Communication“ (kurz: NFC). Dafür benötigt man ein Smartphone (NFC-kompatibel) und ein entsprechendes Terminal (heute schon Standard in vielen EC-Geräten). Viele kennen das Prinzip bereits von ihrer neuen Girocard. Damit können kleinere Beträge kontaktlos ohne weitere PIN-Eingabe zum Beispiel im Supermarkt mit der EC-Karte gezahlt werden. Das beschleunigt nicht nur den Bezahlvorgang, sondern auch die Abwicklung an der Kasse – Aber es geht noch einfacher.

Das Handy als digitale Geldbörse

Das Smartphone ist in der Lage viele alltägliche Geräte zu ersetzen. Es ist die Grundlage für die meisten technologischen Entwicklungen der letzten Jahre. Der Alltag eines Smartphone-Users ist heute deutlich von geforderter Flexibilität dominiert. Auch als Werkzeug dient das Smartphone: Es ist Taschenrechner, Wasserwaage und Maßband in einem. Stand heute, sind sie so leistungsfähig wie Spiegelreflexkameras – Warum sollten sie nicht auch unsere Geldbörse ablösen?

Das Apple Wallet (ehemals Passbook) ist seit iOS 6 (2012) auf allen Apple-Mobilgeräten vorinstalliert. Google bietet mittlerweile ebenfalls einen vergleichbaren Service auf Android-Geräten an. Prinzipiell handelt es sich bei beiden um sogenannte Wallet-Lösungen. Wörtlich: Geldbörsen. Der mobile Bezahl-Prozess beschleunigt den Bezahlvorgang und erleichtert die Organisation der unzähligen Karten verschiedener Institutionen.

Sicherheit im Mobile Payment?

Vorsicht vor der Datenkrake! Den Spruch hat jeder schon einmal gehört. In Bezug auf alternative Payment-Optionen und digitale Währungen sind die Deutschen skeptischer als andere europäische Nationen. Einer Befragung durch PwC zufolge, ist die Hauptsorge der Deutschen – wenn es um Mobile Payment geht – das durch einen Diebstahl das Gerät von anderen genutzt werden könnte, um damit zu bezahlen. 74 Prozent der Befragten, sehen im Identitätsdiebstahl den Hauptnachteil von mobilen Bezahlmethoden. Nur acht Prozent der befragten Deutschen glauben, dass neue Payment-Methoden sicherer sind als konventionelle.

Die Skepsis ist hoch und der Nutzen ist vielen immer noch nicht deutlich genug. Zumindest der stationäre Handel ist noch weit von einer vollständigen Integration entfernt. Zwar ist es heute bereits in den meisten Supermärkten möglich, mit dem Smartphone zu bezahlen, fraglich ist aber, ob der Mobile-Payment-Anbieter, den man nutzt, vom Händler unterstützt wird. Jeder Händler nutzt unterschiedliche Terminals und mobiles Bezahlen ist in Deutschland noch lange nicht mit allen Providern möglich. Das verkompliziert das Ganze erheblich.

Payment Pionier Onlinehandel

Eine Branche hat in Sachen Payment-Varianten vor allen die Nase vorn: Der E-Commerce. Im Onlinehandel hat man bereits früh erkannt, dass zu gutem Service und einem angenehmen Einkaufserlebnis mehr gehört als nur eine ansprechende Verkaufsfläche und ordentlich eingeräumte Regale. Nirgendwo schlägt es sich so deutlich auf die Verkaufszahlen nieder, welche Payment-Optionen angeboten werden, wie im E-Commerce. Nehmen wir an, der Kunde möchte im lokalen Fachmarkt unbedingt ein bestimmtes Produkt kaufen und direkt mit nach Hause nehmen. An der Kasse wird ihm mitgeteilt, dass er leider nicht mit seiner Kreditkarte zahlen kann. Weil der Händler vor Ort das Produkt tatsächlich günstiger anbietet als im Internet und er nicht warten muss, passt sich der Kunde an und zahlt bar. Anders sieht das beim Online-Shopping aus.

Käufe werden hier signifikant schneller abgebrochen. Das kann verschiedene Gründe haben, aber einer der wichtigsten ist, dass die favorisierten Zahlungsmöglichkeiten der Kunden nicht angeboten werden. 41 Prozent der Online-Shopper ärgern sich, wenn sie nicht mit der passenden Option zahlen können (Einkaufswelten 2017). Viele Onlinehändler versuchen daher zumindest die gängigsten Payment-Optionen anzubieten: SEPA-Lastschrift-Verfahren, Kreditkarte, PayPal, Klarna, Rechnungskauf, giropay, Sofortüberweisung und Ratenkauf. Neben einem benutzerfreundlichen Einkaufserlebnis im Onlineshop sind der Checkout und die angebotenen Zahlungsarten der entscheidende Servicefaktor für Kundentreue im E-Commerce. Im Kampf um den Kunden entscheidet letztlich, wer die angenehmste und bequemste Erfahrung liefert.

Fazit

Mobiles Bezahlen wird in Zukunft dominieren. Die Frage ist nicht, ob die Gesellschaft für noch mehr Zahlungsoptionen bereit ist und ob die Einführung solcher Technologien im stationären Handel zu mehr administrativem Aufwand führt. Vielmehr sollte die Frage gestellt werden, wann der Druck zu groß ist, um dem Kundenwunsch zu widersprechen. Die Vorteile für Händler, egal ob stationär oder online, sind klar: Wer dem Kunden die favorisierte Zahlungsart anbietet, macht das Geschäft. Das Smartphone als neue Geldbörse ist so sicher wie das Portemonnaie in unseren Taschen. Allerdings muss die Skepsis gegenüber neuen Technologien ablegt werden. Das Leben wird nämlich nicht statischer, sondern mobiler.

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