Die neue DSGVO: Ein Leitfaden zu den Änderungen.

DSGVO - Händlerbund

Die DSGVO – Ein kurzer Rückblick

Durch die – längst überfällige - Harmonisierung des Datenschutzes innerhalb der Europäischen Union (EU) gilt mit der neuen DSGVO ein einheitliches Datenschutzrecht in der gesamten EU. Der Umgang mit rechtlichen Vorgaben beim Handel in EU-Mitgliedsstaaten soll mit einheitlichen Gesetzen daher maßgeblich erleichtert werden und Unternehmen sollen zu einer grenzüberschreitenden Aktivität ermutigt werden. Ein weiterer Vorteil ist das „One Stop Shop Prinzip“. Das bedeutet, dass Unternehmen wegen ein und derselben Datenverarbeitung nicht mit mehreren Datenschutzaufsichtsbehörden parallel kommunizieren müssen, sondern nur mit der an ihrem Hauptsitz. Das schafft für alle Rechtssicherheit.

Ein Kurzüberblick der Neuerungen

Viele Länder – unter anderem auch Deutschland – haben bereits Grundprinzipien beim Umgang mit Daten festgelegt. Die Datenschutzgrundverordnung will auch nicht an ihnen rütteln. So bleibt für jede Datenverarbeitung eine Erlaubnis notwendig, welche den konkreten Datenvorgang gestattet. Auch die Datensicherheit, -transparenz und –sparsamkeit stehen weiterhin bei allen Datenvorgängen im Vordergrund. Doch es bräuchte kein neues Gesetz, wenn alles beim Alten bliebe. Hier deshalb ein kurzer Überblick über alle Neuerungen:

  • Als besondere Ausformung des Löschungsrechts gibt es künftig ein gesetzlich-garantiertes Recht auf Vergessen. Die Änderung bezieht sich insbesondere auf die Anzeige der personenbezogenen Daten in Suchmaschinen.
  • Unternehmen, die keine Niederlassung in der EU haben, aber Daten von Unionsbürgern nutzen (z. B. Google, Facebook), unterliegen nun ausdrücklich den europäischen Datenschutzstandards.
  • Alle Hinweise über die Datenverarbeitung (in der Regel in der Datenschutzerklärung enthalten) müssen zukünftig „in präziser, transparenter, verständlicher und leicht zugänglicher Form in einer klaren und einfachen Sprache” übermittelt werden. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Datenschutzerklärung länger und ausführlicher als bisher ausfallen wird.
  • Verträge mit einem Subunternehmer des Unternehmens, bspw. beim Webhosting oder der Nutzung von E-Mail-Dienstleistern, müssen künftig neu gefasst werden. Bei Verstößen gegen Datenschutzrecht können beide nebeneinander haften. Eine Einwilligung in den Erhalt von Newslettern darf nicht vom Vertragsabschluss abhängig gemacht werden.

Checkliste: Der 10-Punkte-Plan zur DSGVO

Doch Schluss mit der grauen Theorie ... Um die vorgenannten Änderungen umzusetzen, müssen nun jedoch die Ärmel hochgekrempelt werden und tatsächlich Taten folgen. Dazu braucht es nur zehn Schritte ...

10-Punkte Checkliste DSGVO

Der Händlerbund veröffentlicht einen kostenfreien DSGVO-Leitfaden, der bei der konkreten Umsetzung behilflich ist: Leitfaden zur DSGVO zum Download. Darin werden die einzelnen Schritte ausführlich erläutert und konkrete Handlungsempfehlungen für deren Umsetzung gegeben.

Der Händlerbund hilft!

Die vorgenannten Punkte sollten in den verbleibenden Tagen bei allen Unternehmen auf der Agenda stehen. Die Umsetzung der kompletten DSGVO verursacht vielen jedoch einen enormen Mehraufwand, dem sie sich alleine nicht gewachsen sehen. Der Händlerbund steht Ihnen bei juristischen Fragen als kompetenter Partner zur Seite.

Leitfaden des Händlerbund zur DSGVO

Über die Autorin

Yvonne Bachmann ist seit 2013 als Rechtsanwältin für den Händlerbund tätig. Dort berät sie Online-Händler in Rechtsfragen und berichtet auf dem Infoportal OnlinehändlerNews regelmäßig zu Rechtsthemen, welche die E-Commerce-Branche bewegen. Außerdem ist sie eine bundesweit gefragte Referentin, Interviewpartnerin und Gastautorin.